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Von Autor/in Michael Haas, Onlinefassung Jessica Schnellbach

Der neue Münster-Tatort ist endlich wieder richtig schön ausgewogen: Klamauk ja, aber nicht zu viel und trotzdem eine ernsthafte Krimihandlung. Sehr gut, sagt SWR3 Redakteur Michael Haas in seiner Tatort-Kritik.

Tatort aus Münster startet wie gewohnt skurril

Auch diesmal gehts im Tatort aus Münster wieder herrlich skurril los. Professor Boerne hält im Gerichtsgebäude einen Vortrag über Versicherungsbetrug im medizinischen Bereich. Wenn sich also zum Beispiel Chirurgen ihre Hände verlockend teuer versichern und anschließend wie zufällig einen Finger verlieren: Ein unglücklicher Schnitt mit dem Haushaltsmesser hier, ein verunglückter Hieb mit dem Gartenbeil da, schwupps ist man um mehrere Millionen Euro reicher.

Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) hält vor zahlreiche Juristen ein Seminar über Versicherungsbetrug, in dem er die absurden Fälle und skrupellosen Methoden, die Menschen zur Bereicherung anwenden, drastisch veranschaulicht – eine schockierende Demonstration. | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) hält vor zahlreiche Juristen ein Seminar über Versicherungsbetrug, in dem er die absurden Fälle und skrupellosen Methoden, die Menschen zur Bereicherung anwenden, drastisch veranschaulicht – eine schockierende Demonstration. Bild in Detailansicht öffnen
Doreen Prätorius (Cordelia Wege, l.) und ihr Anwalt Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst, r.) erwarten gespannt das Urteil, das nach Jahren des Kampfes endlich über die Versicherungssumme ihres verstorbenen Mannes entscheidet. | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Doreen Prätorius (Cordelia Wege, l.) und ihr Anwalt Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst, r.) erwarten gespannt das Urteil, das nach Jahren des Kampfes endlich über die Versicherungssumme ihres verstorbenen Mannes entscheidet. Bild in Detailansicht öffnen
Zahltag! Doreen Prätorius (Cordelia Wege) erscheint kurzentschlossen in der Bank, um sich die zugesprochene Versicherungssumme auszahlen zu lassen. Die Frage bleibt: Was wird sie mit der beträchtlichen Bargeldsumme tun? | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Zahltag! Doreen Prätorius (Cordelia Wege) erscheint kurzentschlossen in der Bank, um sich die zugesprochene Versicherungssumme auszahlen zu lassen. Die Frage bleibt: Was wird sie mit der beträchtlichen Bargeldsumme tun? Bild in Detailansicht öffnen
Silke „Alberich“ Haller (Christine Urspruch) und Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) leisten in der Gerichtsmedizin Schwerstarbeit, um den Leichnam von Anwalt Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst) von der skurrilen Todesursache – einem alten Speer – zu befreien. Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) kann nur zögerlich zusehen, da der Anblick starken Nerven bedarf. | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Silke „Alberich“ Haller (Christine Urspruch) und Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) leisten in der Gerichtsmedizin Schwerstarbeit, um den Leichnam von Anwalt Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst) von der skurrilen Todesursache – einem alten Speer – zu befreien. Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) kann nur zögerlich zusehen, da der Anblick starken Nerven bedarf. Bild in Detailansicht öffnen
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, r.) und Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l.) können ihren Augen kaum trauen: Was Prof. Dr. Boerne (Jan Josef Liefers, M) ihnen mit seinem Inselwissen auf dem Präsidium stolz präsentiert, wirft ein völlig neues Licht auf die Ermittlungen. | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, r.) und Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l.) können ihren Augen kaum trauen: Was Prof. Dr. Boerne (Jan Josef Liefers, M) ihnen mit seinem Inselwissen auf dem Präsidium stolz präsentiert, wirft ein völlig neues Licht auf die Ermittlungen. Bild in Detailansicht öffnen
Bei TK-Pizza und Rotwein sinnieren Hauptkommissar Thiel (Axel Prahl, l.) und Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r.) über die möglichen Szenarien des tödlichen Unfalls nach dem Streit zwischen Doreen Prätorius (Cordelia Wege) und Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst). | Tatort-Kritik aus Münster: „Man stirbt nur zweimal“
Bei TK-Pizza und Rotwein sinnieren Hauptkommissar Thiel (Axel Prahl, l.) und Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r.) über die möglichen Szenarien des tödlichen Unfalls nach dem Streit zwischen Doreen Prätorius (Cordelia Wege) und Oskar Weintraub (Nils Bunkhorst). Bild in Detailansicht öffnen

Was Börne nicht weiß: Genau ein Stockwerk höher passiert zeitgleich auch ein Versicherungsbetrug. Eine Frau ist plötzlich steinreich, weil ihr vermisster Mann für tot erklärt wurde. Allerdings lebt der Ehemann in Wirklichkeit seit Monaten gut versteckt in ihrem Keller. Und so feiert die Frau anschließend heimlich mit ihm die vielen Millionen, um die sie jetzt reicher sind. Doch leider werden sie beobachtet, und so bringt der Ehemann anschließend den Mitwisser um.

Boerne und Thiel wissen beim Tatort Münster weniger als die Zuschauenden

Das ist ungewöhnlich für einen Tatort. Da ist sonst mitermitteln angesagt – von der Couch aus. Hier wissen wir aber jetzt schon 'ne ganze Menge. Doch das schadet der Spannung kein bisschen.

Endlich wieder ein Münster-Tatort, der nicht überdreht ist und nur noch aus Albernheiten besteht. Und wenn es nicht so viele Gags sind, sitzen die einzelnen Pointen auch viel besser. Zum Beispiel wenn Börne und Thiel sich selbst als SEK bezeichnen und das mit Senioren-Einsatz-Kommando übersetzen.

Tatort-Kritik: „Man stirbt nur zweimal“ ist ein sehr guter Tatort aus Münster

Dieser Münster-Tatort ist höchst unterhaltsam und immer wieder lustig oder skurril, was sehr gut ist. Er ist aber auch ein guter Krimi, auch wenn das Mitraten diesmal ausfällt. Dafür gibts aber wieder richtig gute Ideen, wie eine sprechende Leiche, gelungene Umblenden und einen auffallend guten Schnitt.

Ein spannender Krimi in Tateinheit mit unterhaltsamem Humor! Vier von fünf Elchen!

True Crime und Tatort Fans wissen: Insekten sind manchmal wichtig, um ein Verbrechen aufzuklären. Anhand ihres Entwicklungsstadiums am Tatort können Experten zum Beispiel herausfinden, wie lange das Opfer schon an einem Ort liegt. Aber bei der tatsächlichen Ermittlungsarbeit gibt es da offenbar noch Wissenslücken. Das sagt Lena Lutz vom Institut für Rechtsmedizin an der Uni Frankfurt. SWR3 Moderator Dennis Tinat hat sie gefragt: Was sind die größten Fehler der Ermittler?

  1. Lottoschein verzweifelt gesucht Jacke in der Kleiderspende – Schein mit Lottogewinn von 2,5 Millionen Dollar ist weg 😦

    14, 22, 33, 35, 38 – Mildred kann sich genau an die Zahlen auf dem Lottoschein erinnern. Noch bleibt ihr die Hoffnung, dass sich ein ehrlicher Finder bis Anfang Mai meldet.

  2. Boerne geht viral 📱 Kritik zum Tatort heute (6.4.) aus Münster: „Fiderallala“ mit Boerne & Thiel

    Eine Ermittlung mit Höhen und Tiefen – besonders für den sonst so korrekten Professor Boerne. Ein unterhaltsamer Münster-Tatort, der auch mal ernst ist. Hier geht's zur Kritik.

  3. So stellst du die KI stumm Kann ich die Meta AI auf Whatsapp & Insta deaktivieren oder löschen?

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  6. Speedweek ab dem 7. April Karte: Hier wird in BW und RLP verstärkt geblitzt!

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